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Im Museum der Kriegsverbrechen in Ho-Chi-Minh-Stadt. Ein medizinisches Präparat von Kindern mit Missbildungen aus einer Region, die während des Krieges mit Herbiziden attackiert worden ist.
Foto Roland Schmid.

Unterstützung für Schadenersatz auch aus der Schweiz und aus Deutschland

Die «Freundschaftsgesellschaften mit Vietnam» aus Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Schweden, Schweiz und Spanien unterstützen den internationalen Agent-Orange-Juristen auf. Er verlangt von den USA eine Wiedergutmachung für die Schäden, die das dioxinhaltige Agent Orange in Vietnam verursachte.

http://www.fg-vietnam.de/Presseerklaerung.pdf
http://www.fg-vietnam.de/juristenaufruf.pdf


Klage der Agent Orange Opfer gegen die Hersteller von AO geht in die nächste Runde

Am 18.Juni 2007 wird in New York eine Anhörung über die Fortsetzung / Wiederaufnahme der Klage der Agent Orange Opfer stattfinden.
Eine  englischsprachige Meldung dazu findet man hier:

http://www.vn-agentorange.org/20070601_Appeal_Viet.html

 

April 2007: Öffentlicher Aufruf internationaler Juristen zur Verantwortung der USA und ihrem Agent-Orange-Einsatz in Vietnam
PDF Juristenaufruf

Weitere Klage gegen 37 Herstellerfirmen
Im Januar 2004 wurde die «Vietnam Association for Victims of Agent Orange / Dioxin, VAVA» gegründet. Mitglieder dieser Organisation haben in Brooklyn NY/ USA eine Klage gegen 37 Herstellerfirmen von Agent Orange eingereicht, die im März 2005 in erster Instanz abgewiesen wurde. Derzeit (Stand Dez. 2006) ist der Rekurs hängig.

 

Petition mit 12,5 Millionen Unterschriften
Die internationale Petition www.petitiononline.com/AOVN hat bis heute fast 700’000 Unterschriften gesammelt, diejenige in Vietnam (www.vava.org.vn) etwa 12’500’000. Die Petitionen fordern den US-Präsidenten dazu auf, die Verantwortung für die Agent-Orange-Opfer wahrzunehmen.

Agent-Orange-Hersteller verurteilt
Im Januar 2006, über 30 Jahre nach dem Ende des Vietnamkriegs sind in Südkorea zwei US-Hersteller des Entlaubungsmittels Agent Orange zu Schadensersatzzahlungen verurteilt worden. Die beiden US-Konzerne Dow Chemical und Monsanto müssen 6800 Menschen für das Leid entschädigen, das diesen durch die Chemikalie entstanden ist, wie Richter Choi Byung Deok am Donnerstag in Seoul befand. "Die Kläger werden Entschädigungen bekommen, die zwischen 6 und 46 Millionen Won pro Kopf liegen." Das sind 7500 bis 60 000 Franken. Die Gesamtsumme der Entschädigungen liege bei 60 Milliarden Won, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Klagen gegen die US-Firmen wurden im Namen von 20 615 südkoreanischen Kriegsveteranen und ihren Angehörigen angestrengt. Südkorea hatte seinerzeit 300 000 Soldaten in den Vietnamkrieg geschickt, die an der Seite der Vereinigten Staaten und der südvietnamesischen Truppen kämpften. (Quelle: SDA).


10. Augst: Internationaler Tag der Agent-Orange-Opfer
Zahreiche Organisationen, die sich um die Spätfolgen des letzten Vietnamkrieges kümmern, haben den 10. August zum Internationalen Tag der Agent-Orange-Opfer erklärt.

Mehr Agent Orange versprüht als angenommen
Im Vietnamkrieg haben die Amerikaner sehr weit mehr Agent Orange versprüht als bisher bekannt war. Das hat eine Studie amerikanischer Epidemiologen ergeben, die im Fachblatt «Nature» publiziert wurde (siehe http://www.nature.com). Für die Studie wurden militärische Unterlagen aus dem Vietnamkrieg (1961-1975) analysiert. Dabei hat sich gezeigt, dass etwa fünf bis sieben Millionen Liter mehr Agent Orange eingesetzt wurden, als bisher bekannt war. Vermutlich seien Millionen von Vietnamesen und viele US-Soldaten direkt besprüht worden. Eine Auswertung der Flugrouten ergab, dass mehrere Tausend kleine Dörfer direkt mit den Chemikalien besprüht wurden. So sind mindestens zwei Millionen, möglicherweise aber auch fast fünf Millionen Vietnamesen in direkten Kontakt mit den Giften gekommen. US-Truppen setzten das Dioxin-haltige Entlaubungsmittel ein, um gegnerische Stellungen sichtbar zu machen und Ernten zu zerstören. Die Dioxinverseuchung hat laut Vietnamesischem Roten Kreuz in bestimmten Gebieten Vietnams zu massiv erhöhten Krebsraten und Geburtsschäden bei Kindern geführt. Einen Zusammenhang mit Agent Orange hat die US-Regierung bis heute nicht anerkannt. (Quelle: «Nature» (Bd. 422, S. 681, 2003)

Agent Orange belastet Lebensmittel in Vietnam noch immer
Das von den USA im Vietnamkrieg eingesetzte, dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange vergiftet einer Studie zufolge noch immer Vieh und Fische. Damit kommt das Gift auch in die Nahrungskette der Menschen. Nach einer im «Journal of Occupational and Environmental Medicine» veröffentlichten Untersuchung (siehe: www.joem.org/) sind die Nahrungsmittel in der Stadt Bien Hoa, 32 Kilometer nördlich von Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, stark mit Dioxin belastet. Auch die Blutproben von 95 Prozent der 43 in Bien Hoa untersuchten Menschen hätten einen erhöhten TCDD-Wert aufgewiesen. TCDD ist das giftigste Dioxin. Obwohl der Einsatz von Agent Orange» vor mehr als drei Jahrzehnten beendet worden sei, gelange Dioxin auch heute noch in bestimmten Gegenden Vietnams über die Nahrungsaufnahme in die Körper der Menschen, hiess es. Tests von 16 Nahrungsmittelproben, darunter Hühnchen und Fisch, hätten in sechs Fällen erhöhte Dioxin-Werte aufgewiesen. Mehr als eine Million Vietnamesen waren nach Behördenschätzungen Agent Orange direkt ausgesetzt, als die US-Streitkräfte es zwischen 1962 und 1971 im Kampf gegen die kommunistischen Truppen einsetzten. (Quelle: © SDA/ATS, 11.08.2003).

Buch auf Französisch
Das Buch «Als mein Kind geboren wurde, war ich sehr traurig» ist auch in französischer Sprache erhältlich. Bestellungen für die Schweiz können an die Projektleitung geschickt werden. Preis Fr. 39.80 / Ex. Bei grösseren Abnahmen Spezialpreis erfragen. Die französischsprachige Ausgabe gelangt nicht in den Buchhandel.

Vertrieb der französischsprachigen Ausgabe: Vereinigung Schweiz-Vietnam. Tel. / Fax +41 (0)44 462 20 03. E-Mail: a.weil@smile.ch Web: www.vsv-asv.ch
Buchbestellung

7000 Besucher(innen)
Rund 30 Radio- und Fernsehstationen und gegen 100 Printmedien in der Schweiz, in Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Österreich berichteten über unser Projekt Agent Orange. Über 7000 Besucher(innen) haben «Als mein Kind geboren wurde .....» gesehen. Dies in Basel, Luxemburg, Olten, St. Gallen, Zürich, Lausanne und Genf. Erfreulich: die Ausstellungen haben zum Teil direkte Hilfen ausgelöst. So etwa hat der Kanton Basel-Stadt nach einem Ausstellungsbesuch einer Regierungsdelegation für Agent-Oange-Opfer 50 000 Dollar zur Verfügung gestellt.

Rundfunksendungen zum Bestellen
Im Januar 2000 strahlten Schweizer Radio DRS 1 und 2 im Rahmen der Hintergrundsendung «Doppelpunkt» zwei Features von Peter Jaeggi aus (je ca. 50 Minuten).
Titel: «Als mein Kind geboren wurde, war ich sehr traurig».

Es sind eindrückliche Dokumentationen aus Vietnam über die Folgen der Agent-Orange-Einsätze im Vietnamkrieg. Zu Wort kommen Opfer, Wissenschaftler, Ärzte usw.
Die beiden Produktionen (in hochdeutscher Sprache) kann man bei folgender Adresse bestellen:

Projekt Agent Orange peterjaeggi@bluewin.ch

Preis: sFr. 25.-- pro CD plus Versandkosten.

Diese Sendungen wurden mit dem wichtigsten Rundfunkpreis der Schweiz ausgezeichnet (Radiopreis der Zürcher Radio-Stiftung).


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